Professionelle Interviews und Pressearbeit aus dem Gesundheitswesen

TÜV SÜD: Mit Protektor und Helm auf die Piste

  • Genau wie beim Motorradfahren vertrauen immer mehr Skifahrer und Snowboarder auf Rückenprotektoren, um Verletzungen im Schulter- und Rippenbereich zu vermeiden und um die Wirbelsäule zu schützen. Reine Motorradprotektoren eignen sich für den Wintersport nur bedingt, weil es auf der Piste andere Anforderungen gibt. Die Experten von TÜV SÜD empfehlen deshalb spezielle, für den Wintersport entwickelte Produkte. Nur diese erlauben ausreichende Bewegungsfreiheit und Schutzwirkung beim Ski- oder Snowboardfahren.
  • Gängig sind zwei Arten: Protektoren, die mit Schulter- und Bauchgurt am Körper fixiert werden, und dünne, oft ärmellose Westen mit integriertem Protektor, der zum Waschen auch herausnehmbar sein sollte. Große Unterschiede gibt es nach Aussage der TÜV SÜD-Experten bei der Belüftung der Protektoren. Oft sind Weichschaum-Protektoren etwas weniger gut belüftet, bieten aber vergleichsweise mehr Tragekomfort. Hartschalenprotektoren sind in der Regel etwas weniger anschmiegsam, aber dafür besser belüftet. Auf gute Belüftung sollten besonders Skifahrer und Snowboarder achten, die sehr sportlich unterwegs sind und die Saison bis ins Frühjahr ausnutzen. Skitourengeher sollte besser zu Rucksäcken mit integriertem Protektor greifen.
  • In jedem Fall muss der Protektor perfekt passen. Zur Auswahl sollten Wintersportler am besten im Fachhandel unterschiedliche Modelle von verschiedenen Herstellern anprobieren und dabei Sitz und Beweglichkeit des der Ausrüstung testen: im Stehen und Sitzen, nach vorne beugen und den Rumpf drehen. Und: am besten in Skikleidung losziehen. Der Protektor sollte möglichst körpernah, in jedem Fall aber unter der Oberbekleidung getragen werden, damit sich kein Schnee fängt und er im Ernstfall nicht verrutschen kann.
  • Den Protektor oder die Weste bei Zimmertemperatur lagern – sonst können sie unangenehm steif werden. Beim Packen für den Skiurlaub darauf achten, dass der schwere Koffer nicht auf dem Protektor steht. Die Protektoren dürfen niemals geknickt werden. Nach einem heftigen Schlag den Protektor ausrangieren, denn jeder Schlag kann die Schutzwirkung erheblich reduzieren.

Den richtigen Skihelm finden

  • Das Wichtigste: Der Helm muss optimal passen und darf nicht zu groß oder zu klein sein – sonst kann er seine Schutzwirkung nicht erfüllen. Optimal ist es dann, wenn der Helm relativ eng sitzt, dabei aber nicht drückt.
  • Zu den wichtigen Parametern für die Helmauswahl gehören: Gewicht, Einstellmöglichkeiten und Klimaregulierung. Zudem sollten sich Innenfutter und Ohrenpads zum Waschen herausnehmen lassen. Wer leicht und viel schwitzt, sollte auf besonders gute Belüftungseigenschaften schauen.
  • Am besten alle Gurte und Verschlüsse schon im Laden mit Hilfe des Fachverkäufers individuell anpassen. Kinnband, Kinnverschluss und Belüftungsschieber sollten auch mit Handschuhen gut zu bedienen sein.
  • Wer regelmäßig mit Skibrille oder Sportsonnenbrille auf die Piste geht, sollte diese zum Helmkauf mitnehmen. Nur so lässt sich testen, ob die beiden Utensilien zusammenpassen. Achtung: Manche Brillen passen nicht in den Helmausschnitt, manche Brillenbänder fallen für die Benutzung mit Helm zu kurz aus. Der Optimalfall laut TÜV SÜD: Die Oberkante der Brille schließt mit dem Helm ab, die Brille drückt dabei aber nicht auf die Nasenwurzel.
  • Eine Orientierungshilfe bei der Suche nach einem guten Skihelm bietet das blaue TÜV SÜD-Oktagon. Auf dem Weg zum Prüfzeichen stehen umfangreiche Tests auf Basis der EN 1077 an. Die Anforderungen dieser Norm müssen alle Helme in Europa erfüllen. Die wichtigsten Kriterien sind: Stoßdämpfungsvermögen, Durchdringungsfestigkeit sowie Festigkeit und Wirksamkeit der Trageeinrichtung. Die TÜV SÜD-Experten überprüfen, ob Kinnschloss und Kinnriemen funktionieren, ob die wichtigsten Teile des Kopfes geschützt sind – und ob der Helmträger freie Sicht hat. Einige Helme werden vor den Prüfungen gekühlt, einige einem Schnellalterungsprozess unterzogen (UV-Strahlung). Ferner nehmen die Fachleute die Helmkennzeichnung und die Bedienungsanleitung unter die Lupe.
  • Hinweis von TÜV SÜD: Nach einem Sturz muss der Helm ausgetauscht werden, ansonsten nach drei bis fünf Jahren. Das Material altert durch häufige Verwendung, Feuchtigkeit, Schweiß und hohe UV-Einstrahlung in den Bergen relativ schnell.

Weitere Informationen zu den Produktprüfungen von TÜV SÜD und weitere TÜV SÜD-Tipps gibt es unter www.tuev-sued.de/ps